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Industriell und handwerklich hergestellte Weine im Vergleich

Letztlich habe ich einen Vortrag mit kleiner Weinprobe zum Thema industrielle und handwerkliche Weinproduktion im Vergleich gehalten. Es gab 2 Chardonnays, für das Handwerk schickte ich einen 2012er Chardonnay vom Weingut Gallushof in das Rennen, für die Industrie ging ein 2012er Chardonnay der Californischen Gallo Family an den Start.

Ich glaube mit diesen beiden Weine habe ich den größtmöglichen Unterschied in der Art der Produktion dargestellt, entsprechend wurde das Thema dann auch leidenschaftlich diskutiert.

Weinduell Chardonnay

Jeder Teilnehmer ging mit neuen Erkenntnissen nach Hause und das ist ja genau das was ich gerne erreichen möchte.

Meine Stichworte zu diesem Vortrag: Industrie, Handwerk, Weinproduktion, Steillage, Weinlagen, Herkunft, Bio, Konventionell, Prädikatswein, Erzeugerabfüllung, Gutsabfüllung, Kosten, Ernte, Traubenvollernter, winemaking, Weinkeller, Schönungsmittel, Önologische Verfahren, Vertriebskanäle

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Weinseminare in der Wintersaison 2014/2015

FragenIm Winter 2014/2015 möchte ich gerne einige Seminare „Ein Kellermeister packt aus“ anbieten und schaue mich derzeit nach geeigneten Lokalitäten um.

Wer Interesse hat mich dabei zu unterstützen ist herzlich willkommen mich zu kontaktieren, natürlich sind auch Kooperationen z.B. mit Weinhändlern, Produzenten und Verbänden denkbar.

Ein Kellermeister packt aus und erklärt wie Wein gemacht wird ist die wohl ungewöhnlichste Weinprobe in Deutschland. Die Teilnehmer erleben direkt am Tisch wie Wein hergestellt wird, wie Traubensaft mit Weinhefe zum gären gebracht wird, sie erleben die Säureregulierung von Wein,  produzieren selber Wein mit Barriquearomatik und sehen wie Wein gesüßt und geschönt wird.

Kein Weinverkaufsblabla, keine Kerzen auf dem Tisch, keine Sprüche wie „Alter Wein und junge Weiber sind die besten Zeitvertreiber“,   sondern vielmehr alle möglichen Flaschenverschlüsse, Messinstrumente, Fachbücher und natürlich bringe ich alle Weinbehandlungsmittel mit.

Es findet kein Weinverkauf oder Werbung statt!!

In ca 3 Stunden erwartet Sie ein fulminantes Feuerwerk an Information, Infotainment und vielen bleibenden Eindrücken die nichts, aber auch gar nichts mit dem zu tun haben was Sie bisher bei Weinseminaren und Weinproben erlebt haben!

Als Beispiel hier eine Stimme eines Gastes bei meiner letzen Veranstaltung in Rottweil:

“Ich habe in meinem Leben schon sehr viele Weinproben miterlebt, viel Wein getrunken und ich habe fast jede Weinregion besucht. Aber ich habe noch niemals eine solche Weinprobe miterlebt wie sie es uns heute geboten haben”

Konkret suche ich bezahlbare Lokalitäten, wo 20 – 40 Personen gut und ausreichend Platz finden. Meine Veranstaltung steht nicht in Konkurrenz zu Seminaren von Sommeliers, Weinhändlern und Weingütern, denn bei mir geht es ausschliesslich um die Arbeit des Kellermeisters.

Also, ich freue mich über jede Rückmeldung, am besten hier in den Kommentaren, via Email oder Kontaktormular.

Vielen Dank

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Zusammenfassung Vortrag Weingütertagung Offenburg 2014

Mir ging es in meinem Vortrag darum aufzuzeigen dass in einem Weinbaubetrieb zunächst die Basisdaten wie Webseite und Email stimmen müssen bevor über Schritte in die sozialen Netzwerke nachgedacht wird.

Nachfolgend noch einmal die von mir gezeigten Screenshots mit den weiterführenden Links auf die jeweiligen Webseiten. Für weitere nachfragen und Hilfestellungen stehe ich gerne zur Verfügung!

Ihre Homepage

Stellen sicher dass ihr Kunden die wichtigsten Daten ohne langes suchen finden. Adresse, Öffnungszeiten und Telefonnummer gehören direkt auf die Startseite.

Wie werden sie in der wichtigsten Suchmaschine dargestellt. Testen sie ihren Eintrag bei Google.

Beispiel 1

Weingut Clauer - Google-Suche

 

 

 

 

Beim Weingut Clauer besteht kein Handlungsbedarf alle Daten werden von Google richtig verknüpft und werden korrekt angezeigt

Beispiel 2

Weingut Walz - Google-Suche

 

 

 

 

Das Weingut Walz sollte unbedingt handeln, zum einen kontrollieren wer Werbung mit dem eigenen Namen schaltet, zum anderen einen Firmeneintrag bei Google erstellen um auch eindeutig in der rechten Spalte angezeigt zu werden.

Ihren kostenlosen Firmeneintrag pflegen sie unter folgendem Link:
http://www.google.com/business/

In der Regel ist ihr Weingut auf Google bereits eingetragen und Sie beantragen dann die Übernahme dieses Eintrages. Erst wenn sie den Eintrag von Google als den Ihren bestätigt bekommen haben, können Sie beginnen die Daten einzupflegen oder auch zu ändern, denn oft sind die Datensätze nicht korrekt.

Email

In meinem Vortrag bezog ich mich auf diese Studie die deutsche Weingüter und ihr Angebot im Web 2.0 untersucht. Dabei wurde unter Anderem auch geprüft wie sich deutsche Weingüter bei konkreten Emailanfragen. eines der Ergebnisse ist, ernüchternde 33% der Betriebe haben nie geantwortet!!

Einer der Teilnehmer merkte an, er habe diese Email ebenfalls erhalten, aber dort seien ALLE weiteren 200 Betriebe ebenfalls sichtbar als Adressaten aufgeführt gewesen weshalb er dann natürlich geantwortet hat.

Aber, es spielt eigentlich keine Rolle, beantworten sie Emails möglichst schnell und klar. Räumen sie ihrem Email Postfach eine klaren Platz im Tagesablauf ein, organisieren Sie wer auf die Emails zugreift und wer sie beantwortet. Die heutigen Emailprogramme bieten alle Möglichkeiten dies einfach zu organsiseren.

Zum nachlesen: Exploring German Winery Adoption of Web 2.0 Components: What impact does the size of a winery have on the use of social media and consumer engagement?  http://academyofwinebusiness.com/wp-content/uploads/2014/07/SMon02_Kolb_Dani.pdf

social media

Was ist social media: http://de.wikipedia.org/wiki/Social_Media

wasistsocialmedia

 

 

 

 

 

 

Nutzerzahlen und die 10 meist besuchten Webseiten der Welt 2013

Nutzerzahlen

 

 

 

 

 

 

Mit Facebook, Youtube, Wikipdia und Twitter gehören soziale Medien neben den Suchmaschinen zu den am meisten besuchten Webseiten der Welt. Die Aussage Nutzer sozialer Medien wären Internetsüchtig, Zeitvergeuder oder Ahnungslose kann so nicht gehalten werden. Weingüter müssen sich der Tatsache stellen dass viele ihrer Kunden bevorzugt die Kommunikationskanäle der sozialen Medien nutzen.

Welches soziale Netzwerk ist das richtige für mein Weingut?

Welches soziale Medium soll nun ein Weingut nutzen und anbieten? Ich persönlich empfehle wenigstens einen solchen Kanal anzubieten und zwar den, bei dem Sie als Betriebsinhaber oder Leiter am meisten Spass und Nutzen für sich selber sehen. Ungenutzte, verwahrloste Facebookseiten oder Twitteraccounts schaden mehr als dass sie helfen!

Social media funktioniert auch ohne großes Budget und mit zeitlich überschaubarem Aufwand.

Hier ein Artikel in englischer Sprache der sich mit dem Thema beschäftigt wie sich Unternehmen ihr soziales Netzwerk aussuchen: http://blog.bufferapp.com/how-to-choose-a-social-network

Rangliste social media

 

 

 

 

 

Die Zukunft hat begonnen, das Web 3.0

Die folgenden beiden Projekte zeigen schon ein wenig wie die Zukunft des sozialen Internet aussehen wird. Beide Projekte sind spannend und beschäftigen sich mit Themen die für Weingüter von großer Bedeutung sind, ich empfehle darum sich dort einzubringen, die eigenen Daten zu pflegen und falls nicht vorhanden diese dort zu hinterlegen.

Weinlagen-info

Weinlagen.org Achkarren

 

 

 

 

Weinlagen.info beschäftigt sich mit Ihrer Weinlage! In Zukunft werden Daten mit dieser Plattform verknüpft werden. Ich halte es für wichtig dass Sie ihre Lagen dort kontrollieren und gegebenenfalls eintragen.

Hier geht es direkt zu Weinlagen.info: http://www.weinlagen-info.de/ 

Bottlebooks

Bottlebooks   The easiest way to request and share wine data

 

 

 

 

Bottlebooks (Der Name ist abgeleitet von Facbook) könnte in Zukunft der Standard sein mit dem Winzer Daten mit anderen tauschen. Zum Beispiel mit Händlern die von Ihnen Bilder, Artikelbeschreibungen und EAN Codes erwarten. Diese Daten können die Händler dann direkt dort abrufen nachdem sie ihn dort freigeschalten haben. Großhändler wie Edeka und REWE beziehen ihre Daten von dort. Fachmagazine haben Bedarf an diesen Daten, die einschlägigen Weinführer ebenso wie ausländische Händler und Institutionen die ebenfalls in ihrer eigenen Sprache auf diese Daten zugreifen können wenn Sie dies wollen.

Dieses Projekt kann und wird das handling von Daten der Weinproduzenten deutlich vereinfachen: Ich empfehle Ihnen unterstützen Sie dieses Projekt und nutzen sie es!

Hier geht es direkt zu Bottlebooks.me: http://www.bottlebooks.me/de/bottlebooks-uebersicht/

SEIEN SIE IMMER HERR IHRER DATEN UND ENTSCHEIDEN SIE SELBST WAS DAMIT GESCHIEHT UND WER ZUGRIFF DARAUF HAT!

Für Nachfragen oder weiterführende Infos zögern sie bitte nicht mich zu kontaktieren,

Thomas Lippert

Kontakt | Webservice | Wein Online Awards | Vinocamp Deutschland

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Der Kellermeister auf dem Vinocamp Deutschland

Beim Vinocamp Deutschland gibt es einige Besonderheiten, eine davon sind die sozialen Weinproben. Zu den sozialen Weinproben bringen die Teilnehmer ihren Wein selber mit und bestimmen selbst wie die Verkostung abläuft. Meistens erklärt sich eine Person bereit als Moderator zu fungieren und die Verkostung zu koordinieren.

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Bild: Sven Zerwas

Der Anmeldestand war bei 3 Weinproben relativ gering, so kam es dass Peer F. Holm seine Garnachas aus Spanien, Sven Zerwas seine guten, authentischen und leckeren Weine und ich meine Behandlungsmittel zusammenstellten und einfach mit weiteren 10 – 1 5 Personen begannen die Weine zu verkosten. Ich bin ehrlich, ich war froh darum, denn mein Angebot zu dieser Weinprobe kam ja nur deshalb zustande weil eine andere Probe ausgefallen ist! Mein Problem war ja, ich hatte keinen Wein dabei, sondern nur Weinbehandlungsmittel, denn ursprünglich wollte ich einen Vortrag und einige Demonstrationen zum Thema Weinbehandlung halten, dafür war ich eigentlich vorbereitet.

Begonnen haben wir unsere Verkostung mit den guten und günstigen Weinen, die meisten in der Preislage um die 6 Euro. Spannend fand ich einen Riesling den der Pfälzer Winzer Benzinger aus seinem eigenen Betrieb mitgebracht hat, einen trockenen Riesling der biologische entsäuert wurde und daher ein ganz eigenes und zumindest für mich ein eher unpfälzisches Geschmacksbild abgab. Trotzdem, er war richtig gut, sehr günstig und superlecker! Wir verkosteten ca 10 Weine in dieser Preisklasse um die 6 Euro, es zeigte sich das wir in dieser Preislage wirklich tolle Weine bekommen ohne bei Aldi oder Lidl einkaufen zu müssen. Unter anderem gab es die folgenden 2 Weine:

  • 2013 Riesling Blauschiefer trocken, Weingut Kerpen
  • 2011 Domaine du Malignon Syrah Cotes du Rhone
  • Benzinger Riesling Zero
  • Benzinger Nr. 20 Cuvee aus Weissb. Scheurebe u. Riesling
  • Grüne Weinbox Grauburgunder trocken
  • Grüne Weinbox Riesling trocken

Ein Tisch weiter hat Peer F. Holm dann eine Selektion erlesener Garnachas mitgebracht und vorgestellt, Weine aus Spanien die bereits mit ihrer optischen Präsenz auf dem Tisch klar machten das sie nichts normales oder gar gewöhnliches sind. Hier einmal eine kleine Auswahl ….

  • 2007 KaOS, Bodegas Canopy, Vono del la Tierra de Castilla
  • 2011 Peña Caballera, Bodega Marañones, DO Madrid
  • 2010 La Viña Escondida, Bodegas Canopy, DO Mentrida
  • 2009 La Dama, Domaines Lupier, DO Navarra
  • 2010 Auditori, Acustic Celler, DO Montsant
  • 2009 Lajas, Pagos de Altos de Acered, DO Calatayud
  • 2009 El Garnacho Vieho de la Familia Acha, Vintae, DOCa Rioja

Es ist doch immer wieder spannend in andere Weinwelten einzutauchen, zu hören und zu lernen welche Projekte in Spanien derzeit angesagt sind, wo experimentiert wird und wie erfolgreich oder nicht erfolgreich diese Projekte letztlich sind. Eine tolle Weinprobe war das!! Weitere Infos zur Rebsorte Garnacha findet z.B.  auf Wikipedia.

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Bild: Sven Zerwas

Na ja zwischendurch habe ich dann einmal einen gewöhnlichen, deutschen, ordentlichen aber unspektakulären Rotwein mit Barrique Chips angesetzt um zu zeigen wie einfach und harmlos dieser Vorgang eigentlich ist. Die Bedenken die Konsumenten bisweilen haben beim Gebrauch solcher oenologischer  Verfahren sind doch immer vom Gefühl belastet dass das irgendwie nicht in Ordnung ist. Streichen wir die ganzen Emotionen und die ganzen Traditionen dann muß man sagen, ja es macht Sinn den Geschmack des Holzfasses auf diese Art und Weise in den Wein zu transferieren. Auf jeden Fall ist es Ressourcenschonend, denken wir nur an den Transport. Welchen Raum und Gewicht nimmt ein Holzfass für den Transport ein und was benötige ich für 1 kg Chips das den gleichen geschmacklichen Effekt erzielt!

Auf die kurz aufkommende Diskussion vor allem von Kollegen die meinten Sie könnten es immer schmecken wenn ein Wein auf diese Art und Weise produziert wurde ging ich gar nicht weiter ein, denn ich glaube dass es niemals zu „erschmecken“ ist wenn es gut gemacht wurde. Die guten und top qualifizierten Weinmacher der Weinindustrie wissen genau was sie tun wenn sie dieses Verfahren einsetzen. Ich persönlich habe kein Problem damit, ich habe ein Problem damit das es nicht auf dem Etikett deklariert werden muß.

Ansonsten sind wir dann noch auf die einzelnen Schönungsmittel eingegangen, ich habe erklärt was Ei und Fisch mit Wein zu tun hat, wofür man Tonerde in der Weinbereitung braucht, wir haben einen französischen Weisswein mit Kaliumhydrogencarbonat bis zu dem Punkt entsäuert wo er mangels Säure kein Wein mehr war und auch nicht mehr schmeckte wie Wein 🙂

Doch, mir hat es Spass gemacht in dieser entspannten Atmosphäre des Vinocamp Deutschland zu erklären wie, mit welchen Mitteln und Verfahren man Wein macht und ich werde dieses Thema nächstes Jahr erneut aufgreifen und einen Workshop mit vielen Experimenten anbieten.

Das Vinocamp Deutschland (link: http://vinocamp-deutschland.net/) ist eine Unkonferenz die einmal im Jahr an der Fachhhochschule Geisenheim Universitiy statt findet. In diesem Rahmen wurden die Teilnehmer gebeten sich mit einem Artikel über das Vinocamp Deutschland an der aktuellen Weinrallye zu beteiligen was ich hiermit gerne tue.  Ausgerufen wurde die Weinrallye von Peter Züllig (link: http://www.sammlerfreak.ch/2014/06/20/weinrallye-75-thema-vino-camp-deutschland/) die Regeln zur Weinrallye finden sich im Winzerblog (link: http://winzerblog.de/weinrallye/)

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Badisch-schwäbische Weinprobe

Grosses Landeswappen Baden-Württemberg

Grosses Landeswappen Baden-Württemberg

Gestern war ich unterwegs in Heidelberg, im Restaurant Traube gab es eine kleine Vorstellung von Heidelberger Weinen vom Weingut Clauer, passend zu einem Pfälzer Vesperteller.

Da die Gäste allesamt Schwaben waren und ich als Kellermeister der einzig anwesende Badener war, habe ich die Weinprobe spontan unter dem Titel „Schwaben trifft Baden und hat Spaß dabei“ abgehalten. Es gibt viele Gemeinsamkeiten und auch trennendes zwischen diesen beiden Völkern. Vielen Badenern und Schwaben ist gar nicht bewusst das wir mit den Alemannen gemeinsame Wurzeln haben.

Es hat Spaß gemacht und das Thema ist es Wert zu vertiefen, mir dünkt die Zeiten der Anfeindungen zwischen Badenern und Schwaben sind weitestgehend vorbei, heute werden Schwaben- und Gelbfüsslerwitze meist mit einem freundlichen Augenzwinkern erzählt.

Das Thema macht Freude, die Geschichte und Gegenwart geben genügend Stoff her um damit 1 – 2 Stunden zu füllen.

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Die Weinshow in Rottweil ….

… ist vorbei und es war ein voller Erfolg!

Weinshow Rottweil

Weinshow Rottweil

15 Gäste durfte ich im Refektorium des Kapuziner in Rottweil begrüßen. Das klingt zwar nicht nach viel, aber für das erste Mal geht das für mich absolut in Ordnung!

Den Sektempfang von 18:00 – 19:00 Uhr konnten wir sogar im Freien abhalten um dann pünktlich um 19:00 Uhr mit der Weinprobe zu beginnen.

Viel Wein, selbst gebackenes Brot, viele Fragen, viele Antworten, gute Stimmung, tolle Gäste, viel Spass, Lachen und Zusammensitzen, irgendwie hat alles wunderbar gepasst an diesem Abend. Als alles vorbei, schien es gar so als wolle  niemand nach Hause gehen.

Ein Gast verabschiedete sich bei mir wie folgt:

„Ich habe in meinem Leben schon sehr viele Weinproben miterlebt, viel Wein getrunken und ich habe fast jede Weinregion besucht. Aber ich habe noch niemals eine solche Weinprobe miterlebt wie sie es uns heute geboten haben“

Wow, da kann ich auch nur Danke sagen, es war eine tolle Gesellschaft dort in Rottweil und wie versprochen wird es natürlich eine Fortsetzung geben!!

Ein Dankeschön an alle die Tickets verkauft haben, die Touristinfo Rottweil und der Buchlanden Kolb, ein Dankeschön auch an die netten Geschäftsleute die so freundlich waren mein Werbeplakat aufzuhängen, z.B. das Café Pauls, Der Buchladen Kolb, der Bauernmarkt Schwalb, der Kapuziner Rottweil, Steinwandels Deko- und Filzladen, das Rathaus und die Stadtbücherei.

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Weinbehandlungsmittel

Die Liste der Weinbehandlungsmittel ist lang, manch einem mag sie viel zu lang vorkommen, aber vieles davon sind Mischpräparate oder Handelspräparate die den Produzenten angeboten werden.  Im Kern sind es ca 20 Präparate die sich in den meisten Weinkellern finden, wobei auch die Definition Weinbehandlungsmittel eine Rolle spielt, ich zähle z.B. die Weinhefe einfach einmal dazu.

Weinbehandlungsmittel

Zu meinen Weinproben, Vorträgen und Seminaren werden diese Mittel mich nun immer begleiten, meine Gäste können die meisten davon in Augenschein nehmen, daran riechen, sie fühlen oder sie gar verkosten.

Damit kommt ein Stück Realität aus dem Weinkeller direkt zu den Verbrauchern! Ein Ei ist Ei, wer versteht warum es Kellermeister und Winzer verwenden wird in Zukunft nicht mehr den Kopf schütteln wenn er davon hört, gleiches gilt für Schwefel und viele weitere Mittel.

In meiner Erklärbär Serie auf dieser Webseite werden einige der Weinbehandlungsmittel ausführlich beschrieben, den Schwefel kann man schon nachlesen: Erklärbar – was macht der Schwefel im Wein

Ich bin sicher dass es zu vielen spannenden und anregenden Diskussionen kommen wird, denn ich bringe nur die Fakten, die Meinung müssen sich meine Gäste selber bilden.

 

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Erklärbär: Was macht der Schwefel im Wein?

Eine immer wieder auftauchende Frage beschäftigt sich mit dem Thema Schwefel im Wein. Das Thema Schwefel im Wein ist komplex und hat viele Seiten die betrachtet werden wollen. Es folgt meine stark vereinfachte Sicht auf das Thema Schwefel im Wein, so wie ich es gerne erkläre bei meinen Weinproben und Vorträgen.

Schwefel im Wein dient in erster Linie als Oxidationsschutz.

Eine Oxidation ist eine Reaktion mit Sauerstoff.

Wir kennen das doch alle, du beißt in einen Apfel, legst in hin und kommst in einer Stunde zurück. In dieser Stunde ist der Apfel braun geworden, d.h. das Fruchtfleich ist oxidiert, Inhaltstoffe des Apfels haben sich also mit Sauerstoff verbunden. Je länger der Apfel nun angebissen rumliegt, um so tiefer geht diese Oxidation. Der Apfel wird braun und der Geschmack verändert sich, die Aromatik und die Frische des Apfels geht schliesslich völlig verloren. Nach einigen Stunden ist der Verderb so weit fortgeschritten dass niemand mehr diesen Apfel essen mag.

Diese Oxidation kann man nicht verhindern, es sei denn ich lege den Apfel irgendwo hin wo es keinen Sauerstoff gibt, das ist jedoch schwierig und kompliziert.

In Wein und Most passieren genau die gleichen Vorgänge. Wie der Apfel in seiner intakten Schale, ist der Wein geschützt so lange er im VOLLEN Tank liegt ohne Kontakt zu Sauerstoff. Ändere ich diesen Zustand muß ich den Wein schützen ansonsten passiert das gleiche wie mit dem angebissenem Apfel.

Wie schützt man nun den Wein vor dieser Oxidation?

Mit Schwefel. Im Rahmen der Weinbehandlung wird dem Wein Schwefel meist in gasförmiger Form zugesetzt. Für gewöhnlich sind es Mengen zwischen 80 – 150 mg/Liter.

Jetzt passiert folgendes, die Inhaltsstoffe im Wein die sehr gerne mit Sauerstoff reagieren würden (Oxidation), reagieren nun mit Schwefel. Diese Reaktion mit Schwefel hat keinen nennenswerten geschmacklichen oder optischen Einfluss auf den Wein. Das entscheidende dabei ist, gelangt nun Sauerstoff an den Wein sind die ganzen oxidationswilligen Inhaltstoffe des Weines bereits mit Schwefel verbunden und können nicht mehr mit dem Sauerstoff reagieren.

So funktioniert also der Oxidationsschutz für Wein, die potentiellen Bindungspartner für Sauerstoff werden einfach mit Schwefel gebunden.

Eine Weinanalyse zeigt uns 3 Schwefelwerte, das gesamte SO2, das freie SO2 und das gebundende SO2

  • Das gesamte SO2 zeigt die komplette Menge an vorhandenem Schwefel
  • Das gebundene SO2 zeigt uns die Schwefelmenge im Wein die direkt eine Verbindung mit den Inhaltsstoffen des Weines eingegangen sind, also mit jenen die normalerweise sofort mit Sauerstoff reagieren würden wenn sie könnten.
  • Das freie SO2 ist die noch im Wein vorhandene Schwefelmenge die keinen Reaktionspartner gefunden hat. Sie ist die Reserve, die Feuerwehr, diese Schwefelmenge ist ein Schutz für die nahe Zukunft, denn Schwefelwerte verändern sich, Verbindungen lösen sich, Schwefel baut sich ab im laufe der Jahre. Dieser Wert ist für uns Kellermeister für gewöhnlich der wichtigste und aussagekräftigste während der Weinbereitung.
  • Für mich sähe der Idealwert eines einfachen Weissweines so aus: Freie So2 40- 50 mg/Liter, Gesamte SO2 90 – 110 mg/Liter und die gebundene SO2 dann um die 40 – 60 mg/Liter

Die Konsequenz?

  • Normalerweise kann Wein für einige Tage den Sauerstoff abwehren und bleibt frisch und trinkbar.
  • Ungeschwefelte normale Weine reagieren genau so wie der Apfel oben beschrieben. Also sollte der Wein direkt genossen werden, der Wein kann sich innerhalb kürzester Zeit zum schlechten wandeln.
  • Alte Weine sind kaum vorhersehbar einzuschätzen, ein wenig Erfahrung ist sehr hilfreich. Aber Schwefel baut sich ab über die Jahre, darum ist immer Vorsicht geboten. Einfache alte Weine kann bereits beim eingießen in das Glas der Tod der Oxidation ereilen, große rote oder edelsüße Weine können sich dagegen verhalten wie junge Weine.

Im Rahmen von Seminaren und Weinproben bringe ich der Regel immer die wichtigsten Weinbehandlungsmittel mit, unter anderem Schwefel in Pulverform (Kaliumdisulfit) und als Schwefelschnitte.

Weiterführende Links zum Thema Schwefel im Wein: Bernhard Fiedlers We(in)blogWikipedia | Ithaka Journal |

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Handzettel für die erste Weinshow

Heute sind die Flyer für meine erste Weinshow in Rottweil angekommen.

Wie immer bei diesem Projekt Weinshow, heißt es auch hier learning by doing! Jetzt muß ich mir überlegen wo ich diese Flyer platziere und wem ich sie in die Hand drücke. Es ist auch gut möglich das ich mich auf den Weg mache und die Handzettel in Briefkästen verteile. Allerdings kann ich diese Art der Werbung wohl auch nur dort machen wo ich mich ein wenig auskenne, oder wo ich Menschen habe die dies für mich übernehmen. Es ist ja nicht denkbar das ich z.B. im Vorfeld einer Weinshow in Berlin dort hin reise und Handzettel in Briefkästen verteile. Auch dies ein Grund warum ich mit meiner Weinshow zunächst im vertrauten Umfeld im süddeutschen Raum beginne.

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Verwaltungskram

Alles rund um meine erste Weinshow in Rottweil steht. Die Location ist gebucht, das Ticketing startet in wenigen Tagen, die Webseite ist online, die Werbeflyer sind in Druck, alles ist in trockenen Tüchern.

Bis hierher ist mir klar geworden das der trockene Teil meiner Weinshow erheblich Aufwand verursacht und nicht einfach so nebenher erledigt werden kann. Für meine nächsten Weinshows in Städten wo ich mich gar nicht auskenne wird es wohl noch schwieriger werden das alles reibungslos zu organisieren. Es ist gut möglich das ich mir für diesen Teil der Weinshow Hilfe holen muß, allerdings ist das auch eine Preisfrage.

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